Beispielbild für das FME-Wasserzeichen

Wasserzeichen im Foto – ja oder nein?

Warum haben meine Fotos ein Wasserzeichen?

Sicher ist Euch schon aufgefallen, dass alle Fotos, die hier auf der Website gezeigt werden ein FME-Wasserzeichen in der unteren, rechten Ecke haben. Sicher werden sich einige denken, dass das doch auf der eigenen Homepage nicht sein muss. Warum muss man Beispielfotos schützen? Vor wem? Wer klaut Fotos? Für was kann man fremde Fotos gebrauchen? Das sind zweifellos Fragen, die ihre Berechtigung haben. Schließlich wird das Foto mit dem Wasserzeichen ja „verschandelt“. Ist es wirklich notwendig auf Fotos ein Wasserzeichen einzufügen?

Dies ist eine Frage, die unter Fotografen, Webdesignern, Bildbearbeitern und Werbefachleuten kontrovers diskutiert wird. Es gibt hier viele Gründe, auf das Wasserzeichen zu verzichten. Einige meiner Kollegen laden Fotos auf ihre Internetauftritte nur in kleinster Auflösung in 600×400 Pixel hoch. Die Fotos sind erkennbar, sie sind vorhanden, der Kunde oder der Besucher kann sich ein Bild machen und sie sind so klein aufgelöst, dass niemand mit dem Foto wirklich etwas anfangen kann.

Nehme man z. B. ein Smartphone, z. B. ein Samsung Galaxy S21, dann hat dies eine Bildschirmauflösung von 2400×1080 Pixel. Das sind 2.592.000 Pixel. Ein Bild mit 600×400 Pixel hat „nur“ 240.000 Pixel. Es nimmt also nur 9,3% der Bildschirmfläche eines Smartphones ein! Das wird also ohne Vergrößerung auf einem Bildschirm mit 15,84cm ein eher getrübtes Vergnügen. Ohne es groß zu ziehen, wird nicht viel erkennbar sein und was passiert beim Großziehen? Es wird interpoliert und das Foto sieht unscharf und pixelig aus. So möchte ich meinen Website-Besuchern kein Beispielbild zeigen! Was also dann?

Meine Lösung ist das Wasserzeichen! Warum ist das meine Lösung?

Vor Jahren habe ich auch Landschaften sehr intensiv fotografiert. Damals habe ich diese Fotos auch auf meiner Homepage gezeigt. Diese Fotos wurden dann einfach runterkopiert und als Monatsfotos für einen Kalender verwendet. Ohne zu fragen. Ohne sich zu erkundigen, wie sich das mit dem Urheberrecht verhält. Ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, dass da eine rechtswidrige Handlung vorliegt. Wer war der Übeltäter*in? Meine Schwester! Sie hat von ihren Freundinnen viel Lob bekommen, aber der Urheber, also ich, der Rechteinhaber der Fotos wurde nicht erwähnt. Zufällig sah ich den Kalender dann bei Ihr an der Wand hängen und erkannte meine Fotos!

Da hatte ich aber noch Glück! Andere Fotos werden einfach von fremden Fotografen als die eigenen Bilder auf deren Website präsentiert. Fotos werden kopiert und mit einem Filter versehen auf Instagram hochgeladen. Fotos werden für Thematische Bildersammlungen in Pinterest verwendet. Einfach so – ohne zu fragen! Im Internet herrscht immer noch der Irrglaube, alles sei kostenlos und jeder darf alles. Auch wenn es nicht (mehr) so ist.

Natürlich sind alle meine Fotos in den Exif-Daten und den IPTC-Daten beschrieben und beschriftet. Aber diese sind nicht immer für jeden einsehbar. Ein Wasserzeichen in der rechten, unteren Ecke zeigt hier wenigstens die Herkunft des Fotos an. Dieses ist auch dann sichtbar, wenn das Foto mit Hilfe der Google-Suche gefunden wurde, oder in den Sozialen Medien verwendet wird. Es schützt nicht absolut, aber wenn jemand anfängt ein fremdes Wasserzeichen zu retuschieren, dann kann beim Auffinden durch die Google-Rückwärts-Bildersuche wenigstens nicht mehr davon gesprochen werden, dass die rechtswidrige Verwendung ein dummer Zufall war. Das ist Vorsatz und kann dann dementsprechend rechtlich geahndet werden. Ein Wasserzeichen verschandelt in meinen Augen ein Beispielfoto nicht. Es wird dadurch sichtbar markiert.

Was eigentlich klar ist, nur der Vollständigkeit halber:

Meine Kunden bekommen natürlich alle Fotos, die sie bezahlt haben, ohne Wasserzeichen von mir!