Meine Spezialisierung

Warum bin ich nicht so stark spezialisiert, wie andere Fotografen?

Bei der Überlegung sich im Fotobusiness aufzustellen hört man immer eine Regel:

„Stelle dich spitz in der Nische und breit im Angebot auf! Suche dir deine Nische im Fotomarkt und versuche sie vollkommen auszufüllen.“

Dieser Satz hat mir sehr viele halbwache Nächte bereitet. Was ist meine Nische? Sind es die Menschen?  Oder soll ich nur Food? Food ist zwar immer beliebt, doch die Menschen vor der Kamera würden mir fehlen. Außerdem ist es auch so, dass ich es für gefährlich halte nur ein Genre zu fotografieren. Man schleift langsam aber sicher ein Muster in seine Arbeit ein. Sozusagen hat diese Art Shooting einmal funktioniert, dann kann ich sie auch beliebig oft reproduzieren. Ich möchte aber nicht, dass jedes Brautpaar immer die gleichen Anweisungen bekommt, die Szene immer die Gleiche ist und nur die Menschen ausgetauscht wurden. Ich möchte, dass meine Fotografien zu meinen Kunden passen. Individuell sind. Deren Charakter einfangen und die Besonderheiten dieses Shootings darstellen. Ganz egal ob Hochzeitsreportage oder Fotostrecke für ein neues Grillbuch. Ich bin davon auch überzeugt, dass sich die Arbeiten aus mehreren Genres gegenseitig befruchten und so immer neue Ideen und Erkenntnisse auch meine anderen Fotobereiche positiv beeinflussen.


Menschen

Ich mag es, wenn ich mit meinem Fotopartner vor der Kamera kommunizieren und interagieren kann. Wenn ein verschmitztes Lächeln festgehalten wird und das Ergebnis durch und durch emotionsgeladen ist. Ich fotografiere natürlich wahnsinnig gerne Hochzeiten, auf denen ich von früh bis spät mit gut gelaunten, fröhlichen und emotionalen Menschen wundervolle Fotos machen kann. Ich bin mir darüber bewusst, dass diese von mir festgehaltenen Emotionen auch noch am Goldenen Hochzeitstag für Freude sorgen werden.


Fashion/Portrait:

Tolle Kleidungsstücke an einem Model zum Wirken bringen ist eine wunderbare Aufgabe. Wenn Model, Kleidung, Schuhe und Umgebung eine Einheit ergeben finde ich, dass dies eine stildurchtriebene Modeikone darstellt.


Food

Ich liebe es aber auch Essen in Szene zu setzen. Meist anders, als andere Food Fotografen. Oft sehe ich hier ein Tellerchen mit einem Stück Irgendwas, daneben leicht unscharf noch ein Tellerchen mit einem Stück. Daneben ein paar Blümchen, ein paar Pfefferkörnchen, usw.   –  Das ist nicht mein Verständnis von Food Fotografie! Ich bin jetzt seit 20 Jahren Konditormeister. Ich habe täglich mit Rohstoffen zu tun, die im besten Fall ein Gaumenkitzler werden. Privat setze ich mich aufgrund der meiner Beschäftigung mit Süßem am liebsten mit deftigen Gemüse-, Fisch- und Fleischgerichten auseinander. Egal ob am Herd oder am Gas-Grill. Was gut schmecken soll muss auch gut aussehen! Aber ich bin eher der Fotograf für das „Making-of“ mit anschließender Präsentation der fertigen Speise.